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In Leichter Sprache

Jochen Straub blickt auf 5 Jahre Lebenszeichen zurück
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© Bistum Limburg

Dieses Jahr feiert das Projekt „Lebenszeichen“ vom Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg fünfjähriges Bestehen. Die sogenannten Lebenszeichen sind religiöse Impulsblätter zu unterschiedlichen Themen in der sogenannten „Leichten Sprache“ für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung. Jedes Impulsblatt ist ähnlich aufgebaut. Zu Beginn gibt es eine Einführung zum jeweiligen Thema, dann einen Bibel- und Segenstext sowie am Ende ein Notenblatt mit Liedtext. 

Zum Jubiläum ist Jochen Straub vom Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung des Bistums Limburg im Interview. Herr Straub, was war Ihr Highlight in den fünf Jahren Lebenszeichen?  

Mein Highlight war ehrlich gesagt das erste Lebenszeichen. Das haben wir auf einer Tagung des Caritasverbands Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) verteilt. Zusammen mit meiner Kollegin, Barbara Seehase, bin ich gebeten worden, einen Impuls zu schreiben. Den haben wir dann Lebenszeichen genannt. Vor Ort haben wir festgestellt: Die Menschen nehmen das gut an, sie singen und beten mit uns und machen gerne mit. Dass das beim ersten Mal direkt Anklang gefunden hat, hat uns gezeigt, dass das ein guter Weg ist, Glauben zu teilen. Daraus ist die Reihe Lebenszeichen entstanden und mittlerweile haben wir mehr als 50 verschiedene Impulsblätter sowie diverse Themenmappen veröffentlicht.

Sie bekommen immer wieder positive Rückmeldungen. Was macht die Gebetsblätter so besonders?

Sie sind bunt, sie bringen Glauben zum Ausdruck und sie sind leicht verständlich geschrieben. Wir bekommen viel positives Feedback, offensichtlich spricht das die Menschen an. Es ist auch schön zu beobachten, wenn Menschen, die sonst mit Kirche kaum Berührungspunkte haben, die Lebenszeichen für sich entdecken. Einige greifen zu den Impulsblättern, stellen daraufhin Fragen, sind überrascht und begeistert, dass das von Kirche gemacht wird. Das freut uns sehr.

Jetzt arbeiten Sie seit mehr als 28 Jahren im Bistum und haben schon einige Aktionen und Projekte miterlebt. Welcher Moment in den fünf Jahren Lebenszeichen war für Sie bezeichnend?

Die Antwort einer erkrankten Frau auf das Lebenszeichen zu dem Thema „Gute Besserung“. Auf dem Titelblatt ist ein Kleeblatt zu sehen und das ganze Lebenszeichen ist in einem hoffnungsvollen grün. Neben dem Dank für das Lebenszeichen und die Genesungswünsche, die ich auf ein Einlegeblatt geschrieben habe, hat mir die Frau gesagt: „Toll, das ist viel besser als ein Blumenstrauß. Davon hatte ich schon so viele und die werden nachts immer weggeräumt und vergehen. Das Lebenszeichen bleibt bei mir.“

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich freue mich, dass die Lebenszeichen, die im Grunde Gebetsblätter sind, über 300.000 Mal gedruckt wurden und dass die Nachfrage so groß ist. Dass unsere Impulse in ganz Deutschland genutzt werden, ist eine tolle Rückmeldung, und dieses Interesse wünsche ich mir auch für die Zukunft.

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